Von der existenziellen Bedeutung der Aggression in Privatleben, Beruf und Therapie.
Aggression wird im Alltag häufig mit Konflikt oder destruktivem Verhalten verbunden. Im personzentrierten Verständnis wird diese aber auch als eine grundlegende menschliche Bewegung verstanden: als das Bedürfnis, sich zu zeigen, Grenzen zu markieren und in Kontakt zu treten.
Kurz gesagt: Positive Aggression schützt und stärkt das Leben, negative Aggression schädigt, verletzt und dient der Machtausübung.
Im Mittelpunkt dieser Selbsterfahrung steht das persönliche Erleben: Wie nehme ich meine Impulse wahr? Wie äußert sich Aggression in mir – eher zurückhaltend, eher deutlich, eher indirekt? Welche Erfahrungen mache ich, wenn ich ein Nein oder ein Ja formuliere?
Wie habe ich Aggression kennen gelernt, wie habe ich sie selbst erfahren und wie hat mich das geprägt?
Diese psychotherapeutische Gruppe soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit bieten, sich in einem geschützten Rahmen mit ihren eigenen Erfahrungen rund um das Thema Aggression und Selbstbehauptung auseinanderzusetzen.
Die unmittelbare, echte Begegnung mit anderen eröffnet die Chance, sich als eigenständige Person neu kennenzulernen sowie neue Sicht- und Verhaltensweisen zu entwickeln. Damit dies gelingen kann, braucht es ein wertschätzendes Klima in der Gruppe sowie Offenheit, Vertrauen und den Mut der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich auf Begegnungen einzulassen.
Leitung: Wolfgang Seyr,
Termin: Freitag, 4.12.2026, 16.00 – 20.00
Samstag, 5.12.2026, 09.15 – 18.00
Kosten: € 230.-
Ort: Psychotherapeutische Praxis
Hauptstrasse 39a, 4040 Linz/Urfahr
TeilnehmerInnen: 7 bis 20 Personen
Anrechenbarkeit: 15 Einheiten Selbsterfahrung (für Propädeutikum, sowie für alle Aus- und Weiterbildungen, die Selbsterfahrung mit Nachweis durch eingetragene PsychotherapeutInnen benötigen)
Anmeldung: bis 25.11.2026 per E-Mail an ordination@psychotherapie-seyr.at
Refundierung: Die Höhe einer allfälligen Refundierung hängt von der jeweiligen Krankenversicherung ab
Freitag, 11.12.2026
WHAT A SHAME? WIEN
„WHAT A SHAME!“ – „WHAT A SHAME?“ Scham – welch eine Schande…?
Selbsterfahrungswochenende zum Thema Scham
Wie gehe ich mit dem Gefühl der Scham oder mit Verlegenheit um? Warum ist mir etwas peinlich? Warum fällt es mir schwer, jemanden anzusprechen, gesehen zu werden, Aufmerksamkeit auf mich zu lenken?
Eine Klientin brachte es einmal so auf den Punkt: „Ich habe das Gefühl, als ob sich ein Loch im Erdboden auftut und mich verschlingt... und es ist mir nur recht.“ Wie kann man sich einem Gefühl annähern, das sich so unangenehm, manchmal sogar existenzbedrohlich anfühlt? In welchen Lebensbereichen hindert mich meine Scham daran, mich zu zeigen, wie ich bin? Gehört dieses Gefühl zu mir? Kann ich lernen, damit umzugehen – es zu benennen, zu verstehen, vielleicht sogar zu integrieren?
Nicht selten bleibt das Gefühl des Sich-Schämens unerkannt – es tritt nicht direkt in Erscheinung, sondern tarnt sich zum Beispiel als Wut, Frust, Aggression, Trauer, Sehnsucht oder Schuld. Diese Selbsterfahrungsgruppe bietet einen geschützten Rahmen zur Auseinandersetzung mit eigenen Schamerfahrungen. In der unmittelbaren, echten Begegnung mit anderen entsteht die Möglichkeit, sich als eigenständige Person neu wahrzunehmen – und dadurch neue Sicht- und Verhaltensweisen zu entwickeln.
Damit das gelingen kann, braucht es ein wertschätzendes Klima in der Gruppe, sowie die Offenheit, das Vertrauen und den Mut der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, sich auf Begegnungen einzulassen.
Anrechenbarkeit: 15 Einheiten Selbsterfahrung (für Propädeutikum, sowie für alle Aus- und Weiterbildungen, die Selbsterfahrung mit Nachweis durch eingetragene PsychotherapeutInnen benötigen)
Anmeldung: bis 20.11.2026 per E-Mail an ordination@psychotherapie-seyr.at oder praxis@lisawelleschik.at